Jagdliche Eignung

Alle vier Setterrassen zählen zu den Englischen Vorstehhunden. Zusammen mit den Pointern sind sie bekannt und geschätzt für ihr sicheres und ausdauerndes Vorstehen sowie die weite Suche im Feld, die sie in langen Schleifen vor dem Schützen in ihrer vornehmen englischen Manier durchführen.

Der Gordon Setter ist die robusteste Ausführung der Setter-Verwandtschaft und daher auch für den einen oder anderen Kraftakt zu haben. Das Apportieren eines Fuchses bedarf zwar einiger Trainingseinheiten, aber dann wird er - wie es z.B. bei der Vollgebrauchsprüfung verlangt wird - sogar über ein Hindernis gebracht. Für das Apportieren gilt generell: Nach entsprechender Übungsphase werden Federwild und Haarwild bis zur Größe eines Fuchses mit großer Passion und Begeisterung gebracht. Und das nicht nur an Land! Auch im Wasser ist der schwarze Schotte in seinem Element. Mit unglaublicher Ausdauer verfolgt er den feinen Duft einer schwimmenden Ente wobei er auch vor Schilf in der Regel nicht Halt macht.

Beim Ausarbeiten einer Schweißspur am langen Riemen verlässt der Gordon sich voll und ganz auf seine sensible Nase. Die nahe Verwandtschaft zu den Bloodhounds kann er dabei kaum verleugnen. Mit tiefer Nase geht er ruhig und besonnen aber bestimmt an die Sache heran. Die englische Würde und Gelassenheit verliert er auch bei dieser Arbeit nicht. Wenn das Ziel erreicht ist, kommt der freundliche Charakter des Gordon zum Tragen. Er nimmt nicht vehement die Beute in Besitz, sondern teilt die Freude über den Erfolg der Arbeit immer gern mit seinem Führer.

Der Gordon Setter ist ein athletischer und kräftiger Allround-Jagdhund, der jedem Einsatz gewachsen ist. Auch wenn Vorstehen und Feldsuche seine große Stärken sind, fühlt er sich bei der Wald-, Wasser- und Feldarbeit gleichermaßen wohl und erledigt, wenn er in seinem Führer einen freundschaftlichen Partner sieht,  seinen Auftrag freudig mit Besonnenheit und Ausdauer. ...Und mit einem Quäntchen königlicher Erhabenheit!